Traditionell, digitalisiert, transmedial? Ein halber Advent und seine Erkenntnisse [Halbadventskalender]

Obwohl wir „nur“ einen halben Adventskalender hatten, ist dieser bei unseren Lesern gut angekommen. Wir möchten ganz herzlich allen danken, die sich (teils sehr kurzfristig) die Zeit genommen haben, eine Antwort auf unsere Frage, wie wir 2022 Weihnachten feiern, zu verfassen – der Facettenreichtum der Beiträge dürfte für sich sprechen.

Interessant war, dass ein Teil unserer Gast-Autoren grundlegende Änderungen vorausgesagt, während sich der andere Teil von möglichen technischen Entwicklungen eher unbeeindruckt gezeigt hat. Außerdem stellen wir fest, dass eigentlich niemand Weihnachten in irgendeiner Form abschaffen wollte – überall standen Familie und Freunde im Vordergrund.

Wir wünschen in diesem Sinne ein frohes Weihnachtsfest!

Hanna und Dennis

Heiligabend im Jahr 2022 [Halbadventskalender]

Wir danken Charlotte Reimann, Lektorin bei KOSMOS, herzlich für ihre Teilnahme an unserem halben Adventskalender.

Der Weihnachtsbaum erstrahlt im Licht der roten Wachskerzen. Kleine Engelchen schaukeln an den Tannenzweigen, dazwischen glänzt Lametta. Die Kinder stürzen sich auf die Geschenke. Jasper packt eine besonders schön gestaltete Ausgabe von Jim Knopf aus und freut sich über die dicke Emma, die so laute Lokomotivgeräusche von sich gibt, dass sie mühelos meine alte Weihnachtsplatte übertönt. Mia ist in den neuen Kinderbuchbestseller vertieft, in dem sie selbst die Hauptrolle spielt. Als Avatar hat sie sich – wie ihre beste Freundin – ein Einhorn ausgesucht. „Super!“, freut sie sich. „Jetzt können Anna und ich endlich zusammen in die Einhornschule gehen!“

Zufrieden betrachte ich die spielenden und lesenden Kinder. Die Tage vor Weihnachten waren wie immer megastressig. Die tollsten Geschenke entdeckt man einfach bei den Special Sales in der Innenstadt. Aber kurz vor Heiligabend sind natürlich ALLE unterwegs, um sich für individuelle Überraschungen inspirieren zu lassen. Von den Kindern bekomme ich eine selbsterfundene Geschichte, mit Zeichnungen von Jasper und lustigen Fotos von Mia. Mein Mann überreicht mir eine Riesenschachtel Pralinen – mit einem Abo für die neue E-Book-Staffel meiner Lieblingskrimiserie „Bittersweet“. Jetzt ist Weihnachten perfekt!

So oder ähnlich könnte es 2022 unterm Weihnachtsbaum aussehen. Dem aufmerksamen Leser dürfte es nicht entgangen sein, dass ich mich elegant um die genaue Medienbeschreibung herumgeschummelt habe. Tatsächlich denke ich, dass sich an den Inhalten nicht so viel ändern wird wie an der Form. Und selbst hier werden wir an liebgewonnen Bräuchen festhalten, denn mal ehrlich: Was ist unsinniger als ein echter Tannenbaum im Zimmer (und das schon seit mehr als zehn Jahren)?

Alles wie immer [Halbadventskalender]

Und noch ein Redaktionsmitglied beteiligt sich beim halben Adventskalender. Hanna Hartberger stellt ihre Vision eines Weihnachtsfests in 10 Jahren vor.

Ich denke – vielleicht ist es auch eine Art von Hoffnung -, dass Vieles flüssiger laufen wird. Zumindest die technischen Voraussetzungen werden dafür sorgen, dass die Planung des Weihnachtsfests und der dazu gehörenden Feierlichkeiten einfacher ablaufen. Schon allein dadurch, dass wir weniger physisches Gepäck brauchen, weil alle wichtigen Daten in der Cloud sind und die Zahl der technischen Geräte extrem reduziert wurde. Dadurch sind wir auch flexibler, was reale Präsenz angeht.

Insgesamt wird sich Weihnachten jedoch nicht grundlegend verändern – die technischen Geräte werden nach wie vor von Menschen bedient, die ein klares Bild im Kopf haben, wie ein Weihnachtsfest aussehen soll, und wenn es noch so traditionell ist. Insbesondere ist es nach wie vor eine „Zusammenarbeit“ verschiedener Generationen: Selbst wenn sich der Nachwuchs innerhalb kürzester Zeit per Doodle über den Ablauf verständigt hat, muss trotzdem noch jemand zum Telefon greifen, um der Großmutter von den Plänen zu erzählen.

gänseblümchen / pixelio.de

Ich werde das nach wie vor ein bisschen schade finden, da ich der Meinung bin, dass langwierige Planungen lediglich für Missstimmung bei allen sorgen und man die Energie lieber auf das Fest direkt richten sollte. Aber ich weiß auch, dass das Hin und Her für viele irgendwie dazugehört, weshalb ich mich wie seit einigen Jahren an Plätzchen und Glühwein halten und das Chaos mit Fassung tragen werde.

 

 

Ein ganz normales Silvester 2023? [Halbadventskalender]

Herzlichen Dank an André Pleintinger, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Buchwissenschaft an der FAU Erlangen-Nürnberg, der sich anlässlich unseres halben Adventskalenders Gedanken über Silvester im Jahr 2023 gemacht hat.

Sara Hegewald / pixelio.de

Die Stimmung steigt! Schön, alte Freunde wiederzusehen. Ich bin gerade auf einer Silvesterparty in Asunción, Paraguay. Alle sind da: Ramón, Esther, Giancarlo, Juan, Reggie … Ein richtiges „Klassentreffen“ aus meiner Zeit als Praktikant am Goethe-Institut in Rothenburg ob der Tauber, 2004 war das. Wir singen die alten Lieder, mein mexikanischer Freund klampft auf seiner Gitarre dazu, der Tequila darf natürlich nicht fehlen. Ich seh auf die Uhr, verdammt, nun aber weiter! Ein kurzer Abstecher zu den alten Kollegen im Verlag dürfte auf alle Fälle noch drin sein. Was für ein Kontrastprogramm! Glühwein, warmer Leberkäse, Plätzchen und Mandarinen. Aus dem „CD-Player“ schallt es noch recht weihnachtlich: Chris Rea und George Michael lassen grüßen. Wir lachen über die alten Anekdoten, als wir noch Print-Bücher gemacht haben. Schöne alte Welt! So, jetzt aber ab nach Regensburg, den Silvesterabend ausklingen lassen. Natürlich mit den ehemaligen Kommilitonen Steffi, Tanja, Martin, Mike, Rainer … Ich kann sie gar nicht alle zählen. Auch der Anhang ist inzwischen dabei, wie schön! In der No 7 Bar brennt die Luft! Der gleiche DJ wie vor einer halben Ewigkeit, die Red Hot Chili Peppers waren 2003 schon nicht zu schlagen! Wir liegen uns alle in den Armen und verabschieden uns zu „Easy“ von Faith No More, so muss ein gelungener Silvesterabend enden.

Zeit zu gehen: Ich nehme meine Hologramm-Brille (Silvester-Special bei Amazon!) vom Kopf, gehe zum Kühlschrank und mache mir ein letztes Augustiner auf – kühl, flüssig, echt. Auch haptisch liegt die Flasche gut in der Hand. Meine Frau öffnet die Augen und lächelt mich an, sie hat den Jahreswechsel in Argentinien verbracht. Zusammen genießen wir die realen Stunden auf der Couch und erzählen uns von unseren Erlebnissen und unseren Bekannten. Silvester 2024 feiern wir mal wieder zusammen, beschließen wir.

Weihnachten 2022 wird etwas ganz Besonderes … [Halbadventskalender]

Rhea Martin, Buchwissenschaftlerin, freie Lektorin, Texterin, hat sich ebenfalls unserem halben Adventskalender angenommen. Vielen Dank dafür!

… denn meine Familie und ich haben uns schon 5 Jahre nicht mehr gesehen. Da wir mit den verschiedensten bildfähigen Geräten sowieso immer online sind und unsere Freunde und Familie sich in unser Leben „einwählen“ können, ist es nicht mehr notwendig sich zu treffen. Außerdem habe ich auch gar keine Zeit, seit ich wie alle in anderen auch 14 Stunden am Tag arbeite. (Doch dafür ist das Rentenalter auch wieder auf 72 Jahre heruntergesetzt worden.)

Harald Wanetschka / pixelio.de

Geschenke sind eigentlich nicht mehr notwendig, da sich jeder alles und sofort mit einem Klick kauft. Das Konzept sich etwas zu wünschen ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Eigentlich. Denn wie in den letzten Jahren die Seniorenhandys sind die „Offline-Kärtchen“ der absolute Renner an Weihnachten. Damit kann man alle seine internetfähigen Geräte für drei Stunden, einen Tag oder eine Woche ausschalten, und das ist nicht mehr rückgängig zu machen. Dazu gibt’s ein Survival-Buch, wie man damit zurecht kommt und wo man – zugegebenermaßen spärliche – Informationen offline findet, herausgegeben vom größten und naja, auch einzigen Verlagskonzern Google.

Wir essen und diskutieren, singen und gehen spazieren – und Weihnachten ist im Grunde so schön wie eh und je.

Verspielte Weihnachten [Halbadventskalender]

Wir bedanken uns herzlich bei Sabrina Kurtz, Marketingassistentin beim Kommunal- und Schul-Verlag und Weggefährtin im Buchwissenschaftsstudium, fürs Mitmachen bei unserem halben Adventskalender.

Weihnachtszeit ist Familienzeit – für zehn Tage werden bei mir die meisten technischen Kommunikationsmittel ausgeschaltet. Einzig und allein mein Telefon darf mir noch nette Weihnachtsgrüße von meinen in ganz Deutschland verteilten Freunden überbringen.

von Manuel Strehl

Beim Stichwort Familie fällt mir für das Weihnachtsfest 2022 als Erstes ein, dass dann, mit großer Wahrscheinlichkeit, die nächste Generation meiner Familie mit leuchtenden Augen auf den Weihnachtsbaum schauen, sich durch ein paar mühsam gelernte Weihnachtslieder auf Flöte/Klavier/Gitarre quälen wird und mit Spannung die Bescherung erwartet.

Als ehemalige Buchhändlerin und gegenwärtige Verlagsangestellte werde ich wohl nach wie vor dem Buch als Geschenk treu bleiben. Ich persönlich bin dabei sehr gespannt auf die Entwicklung von Lese-Apps und E-Books für Kinder. Momentan scheinen die meisten Entwickler noch der These anzuhängen, möglichst viel in eine App zu packen. Die meisten Produkte erinnern mich daher an eine chaotische, kaum durchdachte Kombination aus Hörbuch, Computerspiel, Comicbuch und Animationsfilmchen. Die kindliche Aufmerksamkeit wird durch ein Übermaß an Informationen gefesselt, und dem jungen Leser wird die Möglichkeit verwehrt, zu lernen und sich über einen längeren Zeitraum mit einer einzigen Sache zu beschäftigen. Wie bei vielen anderen Medien gilt auch hier – nur weil alles möglich ist, ist es noch lange nicht sinnvoll.

Natürlich eignen sich E-Books mit vor sich hin blinkenden und wackelnden Elementen sicher nicht dafür, Kinder am Ende eines spannenden neuen Tages zur Ruhe kommen zu lassen und ihnen beim Einschlafen zu helfen. Sie können jedoch eine wertvolle Hilfe beim Lesen lernen oder bei der Veranschaulichung von Sachbüchern sein. Damit bringe ich dann hoffentlich auch die angeblich so lesefaulen Jungen zum Buch.

 

Weihnachten 2022 wird smart [Halbadventskalender]

Wir bedanken uns herzlich bei Claudia Gesswein, beim Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus zuständig für Presse und Vertrieb, für die Teilnahme bei unserem halben Adventskalender.

Schon heute kommen wir in den Genuss von Smartphones und Smart-TV-Geräten. In 10 Jahren werden diese Multifunktionsgeräte jedoch fest zum Alltag dazugehören. Für jeden Konsumenten werden dann Smartphone, Smart-TV und mobiles Shopping nicht mehr wegzudenken sein.

von © Ra Boe / Wikipedia

Mit der Verbreitung mobiler Endgeräte wird sich aber nicht nur der Alltag, sondern auch das Weihnachtsfest wandeln. So wird sich der Konsument 2022 in einer wahren SmartShopping-Erlebniswelt wiederfinden, in der er den Weihnachtsbaum inklusive Baumschmuck und Lichterkette bestellt, die Geschenke verpacken und auf den Weg bringen lässt und sämtliche Weihnachtsgrüße verschickt. Schnell vor dem Fest wird dann noch ein Weihnachtsfilm auf den SmartTV geladen und der aktuelle Weihnachtshit über das Smartphone gekauft. SmartChristmas eben!

Aber auch 2022 wird der Moment kommen, in dem die Familie am Weihnachtsabend um den Weihnachtsbaum versammelt ist und das Smartphone auf lautlos gestellt im Nebenzimmer weilt. Es ist zumindest zu hoffen.

Marketing der Woche (KW 49): Ann Summers

Dank eines W&V-Artikels bin ich einmal mehr auf ein unterhaltsames Marketing der Woche gestoßen:

Den Claim „Weihnachten für Erwachsene“ finde ich gut – er ist zwar nicht über die Maßen kreativ, aber hat das Potenzial, für Lacher zu sorgen und passt zum Spot. Schade ist, dass Ann Summers Lingerie-Produkte nur für Frauen anbietet, weil man den Film auch schnell sexistisch interpretieren kann. Ich hätte es schöner gefunden, wenn auch der männliche Part Unterwäsche präsentiert hätte. Deshalb bin ich auch nicht ganz sicher, ob sich der Spot an die richtige Zielgruppe richtet – er wendet sich meiner Meinung nach nämlich eher an Männer als an Frauen. Leider fehlen mir jetzt belastbare Zahlen, ob Männer wirklich in lohnenswerten Mengen Dessous für ihre Frauen kaufen – immerhin für die Weihnachtszeit könnte das aber durchaus zutreffen.

Gegen die Basis?

Netto verkauft jetzt eBook-Reader und eBooks – und noch dazu einen der schlechteren eBook-Reader. Was an sich niemanden allzu sehr stören würde, da es sich nicht einmal um den Netto Marken-Discount, sondern eine regionale Discounter-Kette handelt. Allerdings ist die MVB, die Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH, das Unternehmen, das den Deal eingefädelt hat. Also eine Wirtschaftstochter vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der laut Wikipedia

die Interessen aller drei Handelsstufen (Verlag als Hersteller, Zwischenbuchhandel als Großhandel, verbreitender Buchhandel als Sortimentsbuchhandel) vertritt.

Welche Interessen werden vertreten?

Mit dieser Kooperation werden die Interessen der Verlage dadurch vertreten, dass deren eBooks verkauft werden. Die des Zwischenbuchhandels sehe ich nicht und die des Sortimentsbuchhandels auch nicht – im Gegenteil. Es wird eine Konkurrenz zu den bestehenden Shops der Buchhändler etabliert, worüber diese verständlicherweise erzürnt sind, Stichwort offener Brief von eBuch. Damit ist das Interesse einer von drei Sparten vertreten. Das wäre dann in Ordnung, wenn die anderen beiden Sparten ohne Bezug zu diesem Thema wären oder keine Nachteile erleiden würden – genau das wird aber befürchtet.

MVB als Konkurrenz

Ist es realistisch, eBooks bei Netto als Konkurrenz für eBooks in Buchhandlungen anzusehen? An sich gibt es viele Konkurrenzunternehmen zu den Shops der Buchhandlungen, angeführt vom schier allmächtigen Amazon. Bei diesem Sachverhalt ist es auch relativ egal, ob man von Büchern oder eBooks spricht – es gibt genauso Ladengeschäfte zwei Straßen weiter wie es zwei Klicks weiter den nächsten Online-Shop gibt, der auch eBooks verkauft. Und solange es für eBooks die Preisbindung gilt, sind die entscheidenden Faktoren, um eBook-Verkäufe zu generieren, Bekanntheit und Nutzerfreundlichkeit. Der einzige, aber auch entscheidende Unterschied besteht darin, dass Amazon und die (Online-)Filiale der Nachbarbuchhandlung per definitionem Konkurrenten sind – die MVB ist das nicht.

Verhalten eines Branchenverbands

Deshalb sehe ich die grundsätzliche Herangehensweise der MVB auch kritisch. Als Tochter des Börsenvereins war sie nach meiner Ansicht nach für die Abwicklung von Geschäften und Projekten zuständig, die Unterstützung für die Börsenvereinsmitglieder bereitstellen, zum Beispiel das Verzeichnis lieferbarer Bücher, das Adressbuch oder das Börsenblatt. Erste Auseinandersetzungen, wie weit sich das Unternehmen wirtschaftlich positionieren darf, gab es seinerzeit bereits beim Projekt libreka!. Die Fortführung genau der gleichen Diskussion bei der Kooperation mit Netto zeigt, dass die MVB aus dem damaligen Zerwürfnis eigentlich nichts gelernt hat oder nichts lernen wollte. Was ich bedenklich finde, da ein Branchenverband im Sinne seiner Mitglieder agieren sollte – und wenn er nicht im Sinne aller agiert, sollte er wenigstens nicht gegen einen Teil von ihnen agieren. Dadurch leidet die Glaubwürdigkeit massiv, und es ist irgendwo verständlich, wenn sich Mitglieder aus einer Sparte immer weniger in der Verbandspolitik engagieren. Außerdem ist das Verhalten absolut kontraproduktiv, wenn es darum geht, auf lange Frist wirklich alle drei Sparten repräsentieren zu wollen.

Marketing der Woche (KW 48): Amnesty International

Rückseite des Amnesty Journals 01/2013„Es gibt Menschen, die sterben für Bücher.“ Der Claim auf der Rückseite des Amnesty Journals 01/2013 ist nicht so ironisch gemeint, wie er auf den ersten Blick wirken mag. Es geht um verfolgte Schriftsteller, die wortwörtlich für ihre Bücher sterben. Da die Redewendung „Ich sterbe für was-auch-immer“ hierzulande relativ oft in der Umgangssprache verwendet wird, ist ein (kurzes) Moment der Identifikation möglich – und wenn der Leser an diesem Punkt ist, ist die Grundlage dafür gelegt, dass auch der Rest der Botschaft ankommt. Nicht unbedingt breitenwirksam, sondern vor allem auf gebildete, buch-affine Zielgruppen abzielend, aber durchaus in der Lage, genau jene anzusprechen.

Gesamtwirkung

Meines Erachtens super gelungen ist hier das Zusammenspiel von Wort und Bild – das Lesezeichen aus dem aufgeschlagenen Buch entpuppt sich als Henkersknoten. Beide Bestandteile sind nicht sofort entschlüsselbar, entfalten aber nichtsdestotrotz Wirkung, wenn man erst einmal hängengeblieben ist.