Mit kununu den passenden Arbeitgeber finden

Als digitalaffiner Mensch geht man mit vielen Konzepten und Programmen erstmal recht kritisch um – da das Internet die neue Lebenswelt ist, möchte man auch, dass alles so komfortabel wie möglich ist. Eines der wenigen Tools, das ich extrem schätze und gern weiterempfehle, ist kununu. Das liegt nicht nur an der einfachen Bedienbarkeit, sondern an dem Konzept als solchem. Bevor ich eine Firma nicht auf kununu gecheckt habe, bewerbe ich mich nicht bei ihr. Und oft gibt gerade die kununu-Bewertung den entscheidenden Hinweis, ob sich eine Bewerbung lohnt oder nicht.

Worauf sollte man achten?

Natürlich vertraue ich den Bewertungen auf kununu nicht blind. Folgendes sind die entscheidenden Faktoren für mich: „Mit kununu den passenden Arbeitgeber finden“ weiterlesen

Wie geht’s dem Nachwuchs? – Hintergründe zur neuen JVM-Umfrage

Bereits vor zwei Jahren gab es eine Umfrage, die herausfinden wollte, wie es um die Arbeitsbedingungen des Buchbranchen-Nachwuchses bestellt ist. Dennis und ich waren damals mit-verantwortlich und haben hier darüber berichtet. Da es jetzt eine neue Umfrage gibt, haben wir Tobias Mohr, der als Mitglied der AG Nachwuchsrechte im Verein Junge Verlagsmenschen die aktuelle Umfrage koordiniert, zu den Details und Hintergründen befragt.

Alles fließt: Hallo Tobias. Richtet sich die aktuelle Umfrage nur an die Brancheneinsteiger, die seit der Einführung des Mindestlohns am 1.1.2015 ihr Volo und/oder Praktikum absolviert haben?

Foto von Tobias Mohr (Fotograf: Thomas Hartmann)
Tobias Mohr (© Thomas Hartmann)

Tobias Mohr: Der Schwerpunkt liegt tatsächlich auf den Brancheneinsteigern, die seit der Einführung des Mindestlohns ihr Volontariat und/oder Praktikum absolviert haben. Wir wollen in erster Linie wissen, was der Mindestlohn verändert hat und damit eine Vergleichbarkeit zur ersten Nachwuchsumfrage von 2014/2015 herstellen. „Wie geht’s dem Nachwuchs? – Hintergründe zur neuen JVM-Umfrage“ weiterlesen

Zehn freie, quelloffene Evernote-Alternativen im Vergleich

Nicht jeder Wandel ist einer zum Guten: Auch Evernote macht wieder Sorgen. Vergleich einiger Evernote-Alternativen

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Quo Vadis, Lebensmittellieferer? #kundensicht #rewe #etc

Eine persönliche Randbemerkung zur Diskussion, die bei Exciting Commerce und anderen schon länger geführt wird: Wie steht es um den Lebesmittellieferbetrieb in Deutschland? Ich habe mir als langjähriger Kunde mal ein paar Gedanken gemacht (und aufgeschrieben).

Warum überhaupt online?

Vielleicht muss man das in Zeiten von Zalando und Amazon Prime gar nicht erklären, aber ich versuche es trotzdem: Ich bestelle Lebensmittel online, weil wir kein Auto haben, am Stadtrand wohnen (ca. 15 Minuten Fußweg zum nächsten Tengelmann Rewe oder Edeka) und unseren monatlichen Lebensmittelverbrauch ganz gut kalkulieren können. Großeinkäufe verbieten sich offline also, haben aber ihren Sinn. Ergo: Lassen wir liefern.

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Link- und Medienliste: Schöne neue Arbeitswelt

Mit der Arbeitswelt in unserer Gesellschaft steht’s nicht zum Besten. Das merkt auch die Buchbranche – Stichwörter: Gender Gap, Nachwuchs-Ausbeutung, befristete Verträge, Mikro-Honorare, einseitige Flexibilisierung (nämlich nur auf dem Überstundenkonto), Zeitarbeit, Automatisierung und „Rationalisierung“.

Viele kluge Menschen schreiben das Internet voll mit klugen Sachen über Arbeit. Damit die nicht einfach so verloren gehen, gibt es hier eine (zukünftig wohl sehr lange!) Liste mit Links zu diesen Dokumenten oder auch zu Quellen, die regelmäßig über „Arbeiten im 21. Jahrhundert“ schreiben. Wenn Klassiker fehlen oder ich etwas Neues nicht mitbekomme: Immer her damit 🙂

Anleitung: In ruhigen Minuten oder bei großer Frustration über den aktuellen Job einfach mal ein bisschen schmökern. (Bevorzugt während der Arbeitszeit.)

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Pokémon Go: Warum spielt man das?

Ich bin ja generell medienkritisch, mag keine Hypes, habe Angst vor Dingen, die „jeder tut“, und verweigere mich kategorisch diesen ganzen „Trends“. So wie Pokémon Go (Wikipedia).

Aber die Timelines sind voll, die Medien auch – von BILD über Spiegel (Beta) bis heise -, und ich wette, dass diese Release-Wochen als schwarze Periode in die Geschichte einiger Volkswirtschaften eingehen werden.

Menschen fingen sich Malware, weil die Geoverfügbarkeit eingeschränkt war, Menschen rennen auf der Suche nach Pokemon in Raubüberfälle. Das hat schon hysterische Züge. Und auch Datenschutz, Jugendschutz, Akku-Hunger und Datenvolumen sind thematisiert worden: Wir hatten nun also innerhalb einer Woche (seit Erstveröffentlichung am 6.7.) eine vollwertige Netzdebatte (auch wenn einige Medien nicht so recht wissen, was sie sagen sollen). Da ist was im Busch.

Also hab ich auch mal reingespielt.

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Evernote: Neue Preise, unzufriedene Kunden

Evernote ändert die Pricing-Tiers, schränkt Gratis-User ein und macht Premium teurer. Das lehrt uns ein paar Sachen:

Evernote ist schon recht wichtig

Ich nutze Evernote für so gut wie alles – von Freewrite-Dokumenten über die tägliche Aufgabenplanung bis hin zu Notizen und Web-Clippings. Ich habe da ein halbes Jahrzehnt an Informationen drin. Mich nervt, dass es keinen funktionalen Linux-Client gibt, aber vom Web-Clipper bis zur Android-App, von der Feedly-Integration bis zur Synchronisation von 5+ Geräten, funktioniert Evernote einfach. Ich bin langjähriger Premium-Nutzer und ganz zufrieden.

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Work hard, play hard – Jahrestreffen der JVM (mit Slot zu digitalem Nachlass)

“Work hard – Play hard” klingt nach 80-Stunden-Wochen, jeder Menge Koks und “American Psycho”. Oder nach Startup-Ausbeutung.

Programmpunkt digitaler Nachlass

Entsprechend gespannt darf man sein, wie die JVM das Jahrestreffen am Samstag, 30.7. unter diesem Motto ausgestalten. (Spoiler: Koks gibt’s keins. Jedenfalls nicht für alle.) Wir wissen zumindest: Dabeisein lohnt sich! Nicht nur, weil die Jungen Verlagsmenschen die beste Truppe ever sind, sondern auch, weil Sabine Landes und ich in den „Round Table-Sessions“ mit unserem Projekt digital.danach Rede und Antwort stehen. Bei digital.danach geht es um das Thema digitaler Nachlass und die Frage, was mit unser aller Daten nach unserem Tod passiert.

Was geht?

Außerdem moderiere ich am Abend das Pub-Quiz im Baal. Alle weiteren Infos, Anmeldemöglichkeit, Anfahrten etc. gibt es im Blog der JVM:

Junge Verlagsmenschen – Jahrestreffen

Ergo: Anmeldebefehl! Jetzt! Kostet für Mitglieder auch nur 25.- und für Nichtmitglieder 35.-. (Spoiler: Die Mitgliedschaft kostet 12.- p.a., die bekommt man also quasi geschenkt, wenn man Mitglied wird und sich dann anmeldet.)

5 Tipps, wie man auf Veranstaltungen twittert und trotzdem nicht das Beste verpasst

Vor ein paar Tagen geisterten Aufrufe durchs Social Web, dass die Leute wieder mehr twittern sollen. Man mag davon halten, was man will, aber für diejenigen, die genauso wenig multitasken können wie ich und sich fragen, wie sie das machen sollen, habe ich ein paar Tipps gesammelt.

Aber von vorn: Ich wurde im Rahmen des Barcamps Nürnberg zu Twitter verführt, da sehr viele Twitterer dort unterwegs waren und ich mich des Gefühls nicht erwehren konnte, dass ich etwas verpasse. Gedacht, getan – am 13. März 2016 habe ich mich also unter dem Namen @keinmultitasker auf Twitter angemeldet. Seitdem twittere ich vor allem auf Veranstaltungen wie der Direttissima oder der re publica.

Ich habe – gemäß meines Namens keinmultitasker – nicht lange gebraucht, um vor einer Frage zu stehen: Wie twittert man auf einer Konferenz anständig, wenn man trotzdem noch zuhören will? Vor allem angesichts der Tatsache, dass man idealerweise nicht nur selbst twittert, sondern auch auf die Tweets anderer Menschen reagiert. Ich konnte zumindest ein paar Taktiken ausmachen, die weiterhelfen:

  1. Vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung twittern: Tweets kann man super absetzen, bevor es losgeht: Entweder in der U-Bahn auf dem Weg zum Event (à la „Ich freue mich auf euch alle/das Event/das tolle Essen …“) oder kurz vor Beginn, wenn alle gespannt da sitzen und warten, dass es losgeht (à la „Gleich geht’s los …/ Ungeduldiges Warten auf Redner xy“). Vorteile: Man zeigt Präsenz und hat schon mal was zur Veranstaltung an sich getwittert, ohne dass man dadurch Aufmerksamkeit vom Thema abziehen musste.
  2. Podiumsdiskussionen sind besser als Vorträge: Während Diskussionen fällt es leichter zu twittern. Die Gedanken der Diskutanten kommen weniger geballt und fokussiert, so dass man hier tatsächlich nicht immer die volle Aufmerksamkeit zum Zuhören benötigt. Bei Vorträgen ist man schnell mal raus, wenn man zwei Minuten nicht zuhört, aber bei Diskussionen kann man immer wieder einsteigen. Vorsicht: Wichtige Aussagen werden oft von vielen Zuhörern gleichzeitig geteilt, so dass man dabei oft untergeht. Schnell sein kann helfen oder sich stattdessen auf weniger zentrale Thesen – die letzten Endes oft genug genauso zentral sind – fokussieren.
  3. Beherrscht eure Twitter-Basics: Liken, retweeten, auf Fragen oder Tweets der Kollegen antworten – all das sind probate Mittel, um Aktivität zu zeigen, ohne dass man selbst viel (Kreativ-)Arbeit hat.
  4. Danach ist nicht zu spät: Es ist völlig legitim, sich nicht als Live-Twitterer abzumühen, sondern stattdessen hinterher eine kurze Zusammenfassung oder ein Resümee zu twittern. Das sollte natürlich halbwegs zeitnah passieren, aber hat den Vorteil, dass man sich mittlerweile ein Bild der gesamten Session gemacht hat und oft schlauere Dinge dazu sagen kann als währenddessen.
  5. Und wenn euch mal nichts einfällt, genießt einfach das Event: Zu guter Letzt sollte man sich selbst nicht zu sehr unter Druck setzen. Mal ergibt sich eine Inspiration für einen Tweet ganz unverhofft beim Mittagessen, und mal nicht, weil man viel zu sehr ins Gespräch mit einem guten Bekannten vertieft war. Man kann hinterher immer noch einen ausführlichen Blogartikel über das Event schreiben und diesen teilen. Es gibt Dauer-Twitterer, von denen jeder gewohnt ist, dass alle zwei Stunden etwas Neues kommt, aber es ist meines Erachtens ganz normal, dass viele Menschen eine viel geringere Tweet-Frequenz haben. Ach ja: Heimwegfotos und -tweets inklusive Abschiedsschmerz und/oder Fazit sind auch immer gut.

Habt ihr weitere hilfreiche Erfahrungen gemacht?

Copyright: kris krüg via Flickr cc

Das erste Mal – eBook-Erinnerungen im Fokus

Und es gibt sie immer noch: Blogparaden! Ich frage mich seit Jahren immer mal wieder, ob sie ausgestorben sind, aber meist in diesem Moment taucht wieder eine auf. Wie diese hier zum Thema Mein erstes E-Book #1stebook – und an was ich mich erinnere! – kleiner Spoiler vorweg: Weder Dennis noch ich erinnern uns an besonders viel. Aber an dem, woran wir uns erinnern, möchten wir euch gern teilhaben lassen.

Dennis‘ Gedankenfetzen:

Meine ersten „eBook“-Lektüren wagte ich irgendwann in den frühen 2000ern. EPUB lag noch in weiter Ferne, aber PDF gab’s ja schon länger, und so kursierten per eMail damals diverse Texte unter uns Schülern: Von hanebüchenen Verschwörungstheorien über Erotik bis hin zu schlechten Scans populärer Bücher war alles dabei. Ungefähr dieselbe Qualität (inhaltlich wie formal) hatten dann die Reader an der Uni, die ebenfalls als PDFs zur Verfügung gestellt wurden; es war die große Zeit des Rechtsstreits um §52b.

Mein erstes EPUB habe ich dann übrigens 2012 gelesen – nachdem ich bei dotbooks angeheuert hatte, ergab sich das von selbst. Ich denke, es handelte sich um Roman Breindls „Das Neuburg-Rätsel“.

Hannas Erinnerungsfragmente:

Ich nehme an, dass ich die ersten eBooks auf meinem Laptop gelesen habe, wobei das sicher nur Einzelfälle waren. Richtig los ging es Ende 2011, als ich noch bei einem großen deutschen Zwischenbuchhändler gearbeitet habe, da man zum Weihnachtsfest dessen eReader zum Mitarbeiterrabatt erwerben konnte (den regulären Preis war er auch in der Tat nicht wert …). Dieser hat dann auch prompt bis letztes Jahr durchgehalten. Glücklicherweise habe ich kurz danach beim JVM-Jahrestreffen einen Tolino gewonnen, so dass ich hardwaretechnisch wieder versorgt bin.

Zwar erinnere ich mich nicht konkret an mein erstes eBook, aber es dürfte recht sicher aus dem Erotik- oder Fantasy-Genre kommen. Im Falle der Erotika spare ich mir gern das eindeutige Cover und kann auch in der U-Bahn „inkognito“ lesen. Und beide Bereiche bringen leicht lesbare Bücher hervor, die ich gerade auf langen Bahnfahrten sehr schätze.

Das Ende vom Lied

Wir hatten wohl beide kein einprägsames Erweckungserlebnis, von dem wir hier erzählen und fabulieren können. Das lag bestimmt auch daran, dass wir uns studientechnisch und beruflich schon recht intensiv mit eBooks auseinander gesetzt hatten und einfach wussten, was auf uns zukam. Die Umsetzung der Theorie in die Praxis ist ja meist unspektakulärer, als man sie sich vorstellt. Heute sind eBooks selbstverständlicher Bestandteil unseres Lesens, so dass jegliches Gefühl des besonderes Erlebnisses und erst recht der Zauber des Anfangs verschwunden sind. Aber das ist nicht traurig oder deprimierend, im Gegenteil. Es zeigt, dass unsere ersten eBook-Lektüren uns dann doch nicht mehr losgelassen haben und wir sie über die Jahre hinweg immer weitergetragen haben. Es geht nicht mehr ohne und wir wollen das auch gar nicht.

Copyright: Megan Trace via Flickr cc