Buchcamp 2013: Blick in die Glaskugel

Und auch dieses Jahr ist das Buchcamp fast wieder zu schnell vergangen – wie auch im letzten Jahr war es eine sehr entspannte Veranstaltung, die sich definitiv gelohnt hat. Ich gebe hier einen kurzen Rückblick auf alle Sessions, die ich besucht habe. [Zur Erklärung: Das „Buchcamp“ ist ein zweitägiges Barcamp für die Buchbranche, also eine offene Veranstaltung, bei der es Session zu den verschiedensten Themen gibt. Die Themen schlagen die Teilnehmer selbst vor und entscheiden sich dann kollektiv.]

Erste Session: Wie müsste der Börsenverein der Zukunft aussehen?

Nicole Lücking (www.poasworld.de) hat den Brainwalk festgehalten.
Nicole Lücking (www.poasworld.de) hat den Brainwalk festgehalten.

Meine erste Session hat überhaupt keine Antworten gegeben, sondern im Gegenteil viele Fragen gestellt. Es ging um die Grundfrage, ob der Börsenverein in der heutigen Form noch zeitgemäß ist. Um das Thema besser zu greifen, einigte man sich auf einige Fragen, die im ganzen Raum ausgelegt wurden. Dann durften alle rumlaufen und ihre Gedanken aufs jeweilige Poster schreiben (Stichwort Brainwalk). Zur Auswertung und Diskussion der Ergebnisse blieb keine Zeit mehr, aber das soll in den nächsten Wochen und Monaten auf Facebook nochmal aufgegriffen werden. Fazit: Nicht ganz so toll, weil ich als Teilnehmer durch die fehlende Besprechung eigentlich nur wenig mitnehmen konnte.

Zweite Session: Social Media Publishing

Beim Social Media Publishing ging es um den Einfluss der sozialen Netzwerke auf Verlage; allerdings nicht nur Buch-, sondern auch Zeitungsverlage, was interessante Einblicke beschert hat. Später ging es noch um die Frage, wie effektiv Facebook-Anzeigen sind und welche Erfahrungen die Anwesenden mit „Langzeit-Folgen“ ihrer Anzeigen hatten. Fazit: Sympathische One-Man-Show!

Dritte Session: Crowdfunding in der Buchbranche

Bei der Crowdfunding-Session ging es um ein konkretes Konzept für ein Start-up. Die potenziellen Gründer (die freundlicherweise schon Interviewbereitschaft signalisiert haben, falls alles klappt) haben ihre Pläne vorgestellt, und bereits ab der zweiten Folie wurde lebhaft diskutiert. Fazit: Interessantes Thema + intensiver Dialog = sehr spannende Session.

Vierte Session: Zeitgemäßes Veranstaltungsdesign

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Stuhlkreis unter charmanter Moderation.

Die letzte Session des ersten Tages drehte sich um zeitgemäßes Veranstaltungsdesign und begann passenderweise mit einem Stuhlkreis. Durch Zuwerfen eines Gesprächsballs wurden zuerst Beispiele für gute Veranstaltungen gesammelt und im Anschluss Gründe, warum man eine Veranstaltung schlecht findet. Und zu guter Letzt durften wir alle selbst ans Werk und uns überlegen, wie die ideale Veranstaltung aussieht. Und auch wenn das Thema im ersten Moment altbekannt klingt, sind wir doch zu ein paar wichtigen Erkenntnissen gelangt. Zum Beispiel zu der, dass man immer einen Plan B haben sollte oder dass eine kleine Teilnehmergruppe immer besser ist als eine große, selbst wenn es sich „nur“ um einen Vortrag handelt. Fazit: Unterhaltsame Session, bei der wir innerhalb kurzer Zeit zu guten Ergebnissen gekommen sind.

Fünfte Session: Vorsicht eBook! Der Nachwuchs und das digitale Publizieren

Vorstellungsfolie Elena
Auch eBooks können ängstigen …

Meine fünfte Session zeichnete sich bereits durch die Größe des Referententeams aus, was aber kein Nachteil war. Im Gegenteil hatten die Damen, allesamt aus dem GRIN Verlag, und der Herr – Dennis Schmolk, die andere Hälfte dieses Blogs – genial-kreative Folien zur Vorstellung ihrer Personen entworfen (siehe die Präsentation von Elena im Bild links). Und dann gab’s interessante Einblicke in die Arbeit mit eBooks, bei der man zum Beispiel erfahren konnte, dass Titel und Klappentexte von eBooks SEO-optimiert werden. Fazit: Humorvoll und interessant.

Sechste Session: Anforderungen an Aus- und Weiterbildung in der Buchbranche

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Da das Wetter so toll war, fand die Session im Freien statt :-).

Zu dieser Session möchte ich noch nichts schreiben, weil ich in einem der folgenden Blog-Beiträge nochmal extra aufgreifen werde. Dafür dann umso ausführlicher.

 

 

 

 

"Die aktivste Art, mit Literatur zu hantieren": Interview mit Thorsten Küper zu Second Life

Thorsten Küper, Blogger, Second Life-Experte, Telepolis- und Sci-Fi-Autor und zusammen mit Kirsten Riehl Gründer der Literaturgruppe Brennende Buchstaben, beantwortet in diesem Interview ein paar grundlegende Fragen zu Second Life (SL). Ein zusammenhängender Gastartikel folgt demnächst. Wie findet ihr das Konzept, Chat-Protokolle als Interview aufzubereiten?

Links zum Einstieg:

„SL gilt als tot, weil die Journalisten vom Cybersex enttäuscht waren“

Dennis Schmolk: Hi Thorsten, meine Grundfragen zu „Second Life für Autoren“ sind: Was läuft dort, wie kommt man rein als Autor, wie kommt man rein als Leser, was bringt es beiden Parteien? Und vor allem: Was entsteht auf SL Neues – ist das „nur“ eine Plattform für digitales (Vor-)Lesen oder entstehen dort neue Contentformen, Inhalte etc.? Kannst du uns einen kurzen Überblick geben?

Kueperpunk Korhonen: Zum allgemeinen Einstieg empfehle ich unser Tutorial (s.o., Anm. d. Red.).

Ich denke, es gibt tatsächlich einige Ansätze, die über das blanke Vorlesen hinausgehen. Wir haben beispielsweise schon mehrere Kurzgeschichten in Theaterstücke umgesetzt. Davon abgesehen ist selbst die klassischer Lesung auf dieser Plattform so etwas wie Neuland – schwer nachvollziehbr, warum sie bisher kaum dafür benutzt wurde.

Dennis SchmolkVielleicht, weil SL immer noch so ein „Das war 2007 mal ein Hype und ist jetzt tot“-Image anhaftet (mal ganz provokant gefragt)?

Kueperpunk KorhonenNein, du hast das Problem exakt auf den Punkt gebracht. Genau da liegt der Hund begraben. Ich sage ja immer, SL war deswegen so schnell unten durch, weil sämtliche Journalisten so enttäuscht vom Cybersex waren. *lach*

Dynamische Inhalte, 3D-Games und virtuelle Theaterstücke

Dennis SchmolkWas denkst du denn, was an neuen Inhalten dort entstehen (und vielleicht auch in andere Medien schwappen) kann? Ich denke etwa an interaktiv erfahrbare „Literatur“, vielleicht etwas Nonlineares (wie es in reiner Textform z.B. von Tools wie https://writer.inklestudios.com/ gerade erprobt wird als „SL-Rollenspiel“).

Kueperpunk KorhonenDenkbar, aber wir reden schon beinahe über alte Hüte. Diese Hypertextexperimente haben nie wirklich gegriffen, es gab sie ja schon Mitte der Neunziger. Ich sehe da eher die Medienkonvergenz bei der Arbeit. Das Format Internetradio läuft zusammen mit Literatur und 3D-Games und manchmal wird auch noch ein Machinima draus.

Kueperpunk KorhonenIch habe meine in c´t erschienene Kurzgeschichte Debugging You über einen Polit-Stalker dort in ein Ein-Mann-Bühnenstück umgewandelt. Zum Beispiel.

Dennis SchmolkJa, eigentlich haben diese Ideen ja seit Vannnevar Bush nur Nerds begeistert und nie richtig greifen können – vielleicht liegt das ja daran, dass Schriftmedien nicht das Richtige sind. Denn im Gaming-Bereich basiert ja alles auf Interaktion und Nonlinearität (zumindest in vielen Genres). Daher dachte ich eben daran, dass SL dafür der richtige Ort sein könnte!

Kueperpunk KorhonenEs gibt übrigens interaktive literarische Spiele. Ein Freund von mir arbeitet mit daran. Da haben wir unter Umständen, das was du suchst. Vergleichbar mit klassischen Adventure Spielen. Gegenstände aufspüren, weiterkommen.

Dennis SchmolkWie sehen die für den User aus? So im Sinne eines klassischen Multi-User-Dungeon-Games? Oder ein Single-Player-Rollenspiel/Adventure?

Kueperpunk KorhonenIn dem Falle reden wir eher von einer Single Player Erfahrung, wobei du ständig anderen Spielern über den Weg läufst. 

Ebenfalls spannend: Real Life/Second Life Experimente. Lesungen werden ins Real Life übertragen. Oder das SecondLife Publikum verfolgt ein Realevent. Ein wie ich finde sehr schönes Beispiel:

Vor einiger Zeit habe ich den Autor Frederic Brake zu einer Lesung eingeladen. Daraus hat sich sehr schnell eine Zusammenarbeit ergeben, aus der ein Thaterstück entstanden ist. Aktiver kann man eigentlich gar nicht mit Literatur hantieren. Ein Ensemble wurde gebildet, es wurde über Wochen hinweg geprobt, Scripter mussten Animation erstellen, Kostüme wurden entworfen und Settings gebaut. Ich denke, in dieser Richtung kann sich noch viel bewegen.

60 Autoren nach Second Life „importiert“

Dennis SchmolkKlingt alles sehr spannend. Wie viele Literaturschaffende zählt denn die deutsche SL-Szene? Du hast da bestimmt einen guten Überblick. Und verschmelzen die Konsumenten- und die Produzentenrollen in SL? Werden „Leser“ zu Autoren und steuern selbst etwas bei?

Kueperpunk KorhonenBisher haben wir über 60 Autoren nach SL „importiert“ – also im Crashkurs vermittelt, wie man den Client benutzt und sich hörbar macht. Einer der letzten war Michael Meisheit – Drehbuchautor bei der Lindenstrasse.

Konsumenten werden gelegentlich zu Produzenten, ich beobachte immer wieder User, die sich inspirieren lassen und auf die Idee kommen, zum Beispiel einen Buchladen in SecondLife zu bauen. Da ich selber Science Fiction Autor bin, sind wir gelegentlich etwas „lastig“ in diese Richtung, aber wir versuchen mit Satire, Lyrik, Krimis und Thrillern auszugleichen. Und wir holen tatsächlich Leute rein, die man auch im Buchladen findet: Arno Strobel, Karl Olsberg, Thomas Thiemeyer, Michael Marrak, usw…

„Unkommerziell und ohne jede Absicht, Geld zu verdienen“

Dennis SchmolkDann noch eine letzte, ganz provokante Frage für dieses Kurzinterview: Wie sieht es denn mit Monetarisierung aus? Ist dein/euer SL-Engagement als Marketing zu verstehen, als Hobby, oder ist SL irgendwann als Plattform vielleicht auch zum Verkauf geeignet?

Kueperpunk KorhonenWir persönlich machen das unkommerziell und ohne jede Absicht, Geld zu verdienen. Also für Ruhm und Ehre. Nein, wir haben einfach Spaß an Literatur und den „neuen Medien“ und sind selber auch Vortragende. Ich lese regelmäßig eigene Texte, mache dort auch Comedy Programme, die ich rl in Poetry Slams benutzen kann. Und wir wollen auch neuen Autoren oder weniger bekannten eine Bühne bieten. Da nimmt man keine Eintrittsgelder. Ich halte SL aber auch nicht für völlig ungeeignet als Buchverkaufsplattform. Wir stellen zum Beispiel sehr regelmäßig neue ScienceFiction Anhtologien oder Bücher aus anderen Genres vor. Das ist natürlich auch werbewirksam.

Man darf einen wesentlichen Punkt nicht übersehen:

SL bietet eine einfache Möglichkeit, die Lesung eines Autor zu besuchen, die einem sonst aufgrund der Distanz entgehen würde.

 Simpel, aber ein guter Grund.

Dennis SchmolkIch glaube ja immer an das Gute im Menschen – denkst du denn, die Leute wären bereit, solche Angebote finanziell auf freiwilliger Basis zu entlohnen? Also etwa zu „flattrn“ oder eine „virtuelle Lesereise“ via Crowdfunding zu unterstützen? Oder denke ich dazu naiv?

Kueperpunk KorhonenWir haben nie danach gefragt. Aber wenn man lieb fragt, flattrt vielleicht auch jemand. Ein bißchen Crowdfunding ist sowieso mit drin, denn ein Theaterstück wie der „Drachenblues“ (der Kollegen der Kulturschaukel aus dem virtuellen Köln, das muss ich hier mal deutlich hinzufügen: Das Stück ist nicht UNSER Projekt) lebt davon, dass die Teilnehmer selber etwas Geld investieren – für Requisiten, ihre Kostüme usw.

Wenn Lesungen in Metaversen bekannter werden und folglich mehr Zuschauer finden, dann lässt sich auch Richtung kommerzieller Nutzung vielleicht mehr daraus machen. Der Punkt für uns war nie die kommerzielle Nutzung. Wir arbeiten gern dran und verwerten alles was dabei herauskommt auf unseren Blogs. Nicht fiskale Entlohung würde ich das nennen.

Dennis SchmolkDanke dir vielmals für dieses Gespräch! Wir freuen uns auf einen längeren Artikel von dir!

Tolino und Piratenportal: Zahlen und Fakten

Vermischte Zahlen werden heute herumgereicht. Erstens zum Tolino – leider nur Hoffnungen und nichts Konkretes:

„Unser Marktanteil hat sich durch Einführung des Tolino nicht verschlechtert“, stapelte Halff im Rahmen einer Diskussionsrunde zum deutschen E-Book-Markt zunächst tief – um später mit Blick auf den eigenen „ehrgeizigen Absatzplan“ konkreter zu werden: In diesem Jahr rechne er mit einem Gesamtabsatz von 1,4 Mio E-Readern in Deutschland. Ziel sei, dass die Tolino-Partner einen Anteil von über 36% erzielten. (Buchreport)

Andererseits zu einem Piraterie-Portal für eBooks:

Wir sind auf dem langen, beschwerlichen Weg zur ersten Millionen Downloads pro Monat. Sichtweite ist immerhin hergestellt. Augenblicklich prognostizieren wir um die 850.000 Downloads.

Zugriffe prognostiziert auf Monatesende: 5,2 Millionen. Das sind alle Aufrufe unserer verschiedenen Seiten. (torbooks)

Und in other news:

[Verleger müssen] bei der E-Book-Revolution den „Reset-Button“ drücken und sich organisatorisch neu aufstellen – es müsse in den Verlagen Mitarbeiter geben, die ausschließlich für den digitalen Bereich zuständig seien. (Buchreport)

Verlage werden unwichtig

Die jüngere Generation von Lesern erinnert sich schlechter an den Verlag des Buchs, das sie zuletzt gelesen hat, als die ältere – so die Ergebnisse einer Kurzstudie des Instituts für Kreativwirtschaft an der HdM Stuttgart. Unzeitgemäßer Markenaufbau oder Folge eines komplett neuen Leseverhaltens?

Wichtigste Ergebnisse

© Institut für Kreativwirtschaft
© Institut für Kreativwirtschaft

Über 90 Prozent der Teilnehmer können sich an das zuletzt gelesene Buch erinnern, aber nur etwa ein Drittel an den Verlag des Buchs. Interessant wird das Ergebnis vor allem dann, wenn man einen Blick auf die Altersstruktur der Teilnehmer wirft. Am besten kennen die 30- bis 60-Jährigen den Verlag ihres zuletzt gelesenen Buchs und von diesen vor allem die Personen mit Hochschulabschluss. Im Fazit resümieren die Autoren:

Es ist zu erkennen, dass die Personengruppe, die sich nicht mehr an den Verlag erinnert, überwiegend aus der Altersklasse 17 bis 29 Jahre stammt und über einen hohen Schulabschluss (Abitur/Fachhochschulreife) verfügt. Dies ist besonders markant, da sich diese Zielgruppe am intensivsten mit neuen Medien auseinandersetzt, in denen Verlage aktuell versuchen ihre Marke zu platzieren.

Geändertes Leseverhalten

Content scheint wirklich King zu sein: Die jüngere Generation orientiert sich augenscheinlich vermehrt am Inhalt des Buchs – denn an dieses können sie sich in den meisten Fällen noch erinnern – und weniger am Verlag. Es scheint, als habe die repräsentative Funktion des Buchs ausgedient, weil es in der digitalen oder elektronischen Bibliothek anders als im Bücherregal wenig auffällt, von welchem Verlag welches Buch kommt.

Und es ist verständlich: Der große Belletristikverlag, der verschiedenste Genres wie Krimi, Thriller, Frauenroman, historischer Roman und Fantasyepos verlegt, ist per se kein Qualitätsprädikat – hat er doch viel zu viele Titel im Angebot, als dass diese alle den Geschmack eines Lesers treffen könnten. Anders ist es bei kleinen oder spezialisierten Verlagen und natürlich bei vielen Verlagen im Bereich Sach- und Fachliteratur.

Sind Marken überflüssig?

Die Autoren sprechen im Fazit bereits selbst die Alternative zu Marken an: Themenfelder oder Produktmarken. Und auch ich denke, dass dieser Fokus sinnvoll ist. Wie gesagt bietet eine entsprechend umfangreiche Marke keine Orientierung, und überhaupt sind der Autor des Buchs, die Serie oder die Geschichte, die erzählt wird, oft viel spannender als die Verlagsmarke an sich. Daher ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass der Leser von einem Buch erfährt und von ihm begeistert wird – ob das durch eine interessante Leseprobe, eine Rezension in seinem Lieblingsblog oder durch ein Alternate Reality Game geschieht, ist egal. Wichtig ist einzig, dass das Buch beim Leser ankommt und ihm gefällt. Selbst wenn das heißt, dass jedes Buch seinen eigenen Vertriebsweg bekommt.

Warum wir nicht mehr vergessen können und uns erinnern müssen

Gnädiges Vergessen?

Das Thema „Vergessen oder Erinnern?“ beschäftigt die Menschen. Nachdem es jahrhundertelang schwierig war, Erinnerungen überhaupt zu konservieren, sind wir heute angesichts technologischer Entwicklungen ins andere Extrem gerutscht: Was von dem, was wir konservieren können, sollen wir konservieren? Die British Library setzt momentan auch im Internet auf Vollständigkeit, denn frühere Instanzen wie Verlage sind spätestens seit dem Beginn von Self-Publishing sowieso nicht mehr vorhanden. Anders als die Deutsche Nationalbibliothek bezieht sie auch Facebook-Postings und Tweets ein. Und steht vor dem gewaltigen Problem, dass die Menge an Geschriebenem immer mehr zunimmt.

Wichtige vs. unwichtige Inhalte

Philippe Wampfler hat in einem Gastbeitrag auf Netzpiloten, in dem es auch allgemein um die Zukunft von Social Media geht, vorgeschlagen, eine Trennung von Inhalten einzuführen:

Schon allein die Möglichkeit, im Internet vergänglich und nicht-vergänglich kommunizieren zu können, könnte eine Differenz beleben, die für das Funktionieren unserer Erinnerung, für den Wert von Bildern und anderen Medien und für unser Erleben der Realität entscheidend ist.

Diese Trennung wäre in der Tat ein sinnvoller Ausweg, da große Teile der täglichen Kommunikation belanglos sind. Das war früher nicht anders, jedoch mit dem Unterschied, dass diese alltägliche Kommunikation nicht archiviert wurde bzw. man entscheiden konnte, ob man sie archivieren will oder nicht (Beispiel: E-Mail). Heute haben Nutzer keine Entscheidungshoheit mehr, und beispielsweise Facebook dokumentiert jeden noch so kurzen Nachrichtenwechsel, den man jemals mit einer Person hatte. Das entspricht natürlich insofern dem heutigen Kommunikationsstil, als dass man ein Gespräch jederzeit wieder aufgreifen und weiterführen kann – Ähnliches hat auch Dennis in seinen Gedanken zu nonlinearer Belletristik angesprochen. Aber die meisten dürften bereits jetzt merken, wie unübersichtlich Vieles wird.

Priorisierungsmechanismen

Ich spekuliere darauf, dass auch bei interaktiv(st)en Diensten zwar nicht wieder Lösch-, aber zumindest Priorisierungsmechanismen eingeführt werden. Einfach weil viele Nutzer überfordert sein werden, allein bei ihren eigenen Beiträgen den Überblick zu behalten. Facebook hat Derartiges ja bereits in Ansätzen eingeführt, nämlich dass nur bestimmte Beiträge angezeigt werden. Besser ist es natürlich, wenn kein Algorithmus die Wichtigkeit eines Ereignisses bewertet, sondern der Nutzer selbst, wie es zum Beispiel bei Flipboard der Fall ist. Das bedeutet zwar Aufwand für den Nutzer, heißt aber auch, dass er über sein Erinnern und Vergessen selbst entscheiden kann.

Nonlineare Zukunft der Belletristik? Eine Reflexion über verschenkte Möglichkeiten

Ich fantasiere seit Langem über einen WhatsApp-Roman – so etwas wie den modernen Briefroman. Mir schien nur die Form „Roman“ immer unangemessen. Denn im Gegensatz zum weitgehend linearen Brief des 19. Jahrhunderts, ist die WhatsApp-Kommunikation zumindest bei mir immer massiv durchsetzt mit Kommunikation in anderen Kanälen. In WhatsApp wird zum Thema, was telefonisch, persönlich, über andere Netzwerke reinkommt und rausgeht. WhatsApp ist eben nur ein Kanal unter vielen, während der Brief zum Handlungszeitpunkt des Briefromans häufig der einzige Kanal war und höchstens im Voraus oder im Nachhinein ein persönliches Treffen thematisierte.  Trotzdem erzählt ein Gesprächsprotokoll manchmal eine tolle Geschichte. (Und sicherlich denkt nun jeder Leser, ganz zurecht, an eine Liebesgeschichte.) Die WhatsApp-Kommunikation ist gekennzeichnet durch Querverweise und Kontingenz. Ich schicke sechs Nachrichten mit verschiedenen Inhalten, bekomme aber nur auf zwei der Inhalte eine Antwort, während vier Themen unwidersprochen stehen bleiben und drei neue aufgemacht werden. Es ist schnelle, direkt Kommunikation, häufig sich zeitlich überschneidend. Wie bildet man das ab? Das Gehetzte, Spontane dieser Kommunikation? (Analoges gilt natürlich für SMS- und Handyromane.)

Nonlinear ist ja nicht ganz neu

Ein anderes Feld: Ich bin leidenschaftlicher Rollenspieler. Mit Rollenspielen bzw. verwandten Themen haben sicherlich viele Leute durch „Entscheidungsbücher“ Erfahrungen gemacht, also Bücher, in denen der Leser in die Geschichte eingebunden wird, indem er Entscheidungen trifft. „Wenn du dem linken Pfad folgst, lies weiter bei Kapitel 181. Wenn du rechts herum gehst, lies weiter bei Kapitel 17.“ Die Struktur des Plots und die Form des Buches übernehmen die Rolle des Spielleiters, der den Spielern sagt, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen haben. Seit Jahren finde ich spannend, wie weit die alten Hypertext-Ideen in ihrer Dynamik gingen. Bei Vannevar Bush angefangen. Und es enttäuscht mich immer wieder, wie weit die heutigen Umsetzungen von digitalem Lesen dahinter zurückfallen, welche Möglichkeiten verschenkt werden. Diese Ideen würden auch meine Idee eines Chat-Protokoll-Romans möglich machen. Warum sind eBooks nur langweilige Reproduktionen von Printbüchern? Ich gebe zu: eReader haben auch Vorteile, wenn man sie nur als umfangreiche, leichte Riesen-Bibliothek mit sich führt. Aber sie könnten so viel mehr. EPUB 2, das lineare eBook-Format, und die heutigen Reader, die ebenfalls kaum mehr als lineare Texte abbilden können (der Tolino beherrscht ja nicht einmal Links), sind nicht innovativ. Letztlich braucht niemand eine Buch-Kopie in digitaler Form. Das Medium Buch ist toll, in dem, was es kann. Das eBook wird sich nur durchsetzen, wenn es darüber hinaus geht.

Der WhatApp-Roman auf dem Tablet: Die Zukunft?

inkleUnd hier kommen die Gedanken zusammen: Was wir brauchen, sind innovative „enhanced“ eBooks und Geräte, die sie darstellen können. WhatsApp-Romane auf Tablets zum Beispiel. Daher ist Amazons Richtung, das eReading mit dem Kindle Fire in Richtung Tablets zu entwickeln, ein wichtiger und richtiger Schritt (den Apple ja bereits gegangen ist). Wenn mir in den kommenden Tagen Zeit bleibt, werde ich das in o.g. Artikel erwähnte Tool inkleWriter einmal ausprobieren, um eine kleine nonlineare Story „zu Papier“ zu bringen.EPUB 3 als Exportformat wird zwar noch nicht breit unterstützt – aber wir müssen ja die Hoffnung nicht aufgeben …

Was denkt ihr? Denke ich noch zu konservativ und textlastig? Oder zu innovativ, weil es für diese Inhalte und Formen keine Zielgruppe gibt? Habe ich Experimente (gerade aus dem Bereich Interactive bzw. Transmedia Storytelling) übersehen?

"Lesen ohne Limit" – Verzichtet auf DRM!

eBookNews startet eine Blogparade zum Internationalen Tag gegen DRM. Das verdient Unterstützung – und einen Beitrag!

Digital Rights Management nervt. Der lästige Kopierschutz setzt dem elektronischen Leseerlebnis enge Grenzen. Jedes Buch, an jedem Ort, auf jedem Gerät? Das wäre schön. Doch leider bleibt das große Potential von E-Books bisher oft ungenutzt.

Stimmt. Nicht nur die inhaltlichen Innovationsmöglichkeiten von eBooks (Anreicherung, Dynamik, …) werden von Geräten, Software und nicht zuletzt den Programmverantwortlichen ungenutzt gelassen. Auch die rein formellen Chancen, die digitale Bücher bieten, bleiben außen vor. Umfassende Verfügbarkeit. Freiheit und Teilbarkeit der Inhalte. Beide Probleme rühren aus einer Quelle: Angst.

Warum? Weil viele Verlage, aber vor allem Autoren und Agenturen aus Angst vor Piraterie und Kopierbarkeit auf DRM, also den technischen Schutz der Verwertung ihrer Inhalte, bestehen. Das Grundproblem: DRM ist ein gewaltiger Hemmschuh (genau dafür ist es ja auch da) und bringt nichts.

DRM ist ein Problem für Kunden – zumindest für die ehrlichen

Dass DRM für massenweise Probleme sorgt, haben wir im Rahmen des protoTYPE-Projekts M@rtha ausführlich recherchiert. Denn: Kunden haben Probleme mit ADE (Adobe Digital Editions), der wesentlichen Software-Lösung für Buch-DRM. Die Software ist nicht komfortabel, sorgt für Supportbedarf und Frustrationen, behindert also sowohl die Verbreitung von eReading unter Lesern wie auch von Inhalten in sozialen Kanälen. Schon vor einem knappen Jahr habe ich in o.g. Artikel festgestellt:

Auch wenn die Aussage, dass 90% aller Supportfälle DRM-bezogen sind, sicher nicht auf alle Handelsstufen und Unternehmen zutrifft, liegt hier vieles im Argen.

DRM bestraft die Kunden, die Geld für Buchhandelsprodukte ausgeben, und hilft keinen Deut gegen die Praktiken von unehrlichen „Kunden“. Denn DRM-Maßnahmen, egal, ob im Kindle- oder iTunes-System verankert oder durch ADE aufgesetzt, lassen sich umgehen. Punkt. Dafür braucht man die kostenlose Software Calibre und ein paar Plugins – oder man lädt sich ganz einfach gleich bei einer der zahllosen illegalen Plattformen den „befreiten“ Content herunter, wie das der „Buchpirat“ Spiegelbest ausdrückt.

Es fehlen gute Angebote

Es ist dasselbe Problem wie bei TV-Serien: Es gibt keine vernünftigen Angebote. Bei Serien vermisse ich einen Streaming-Dienst, der mir die neuen Episoden Justified und Breaking Bad für 99ct liefert. Das wäre ich zu zahlen bereit. Aber ich will die Serien zeitgleich mit der US-Ausstrahlung sehen, auf Englisch, ohne Werbung und Restriktionen und nicht ein Jahr später, auf deutsch und auf RTL II oder als kompliziert zu entschlüsselnde Datei. Ich will meine eBooks in der Form, wann und wo ich will und ohne DRM, ich will Passagen teilen, Kopien für verschiedene Geräte und vielleicht auch eine Privatkopie für einen Freund anfertigen können. Kurz: Ich gebe gerne Geld für Inhalte aus, aber ich will auch vollwertige Inhalte und mindestens den Nutzungsumfang, den mir auch ein Printbuch bietet.

Mein Arbeitgeber, dotbooks, fährt im Übrigen nicht schlecht mit der Strategie, keinen Kopierschutz aufzusatteln – unsere Bücher sind DRM-frei, wo es geht. (Kindle und iTunes setzen natürlich ihr DRM auf – aber jeder goldene Käfig hat eben seinen Preis.)

Die Devise muss lauten: Kein DRM! Nirgends!

Zufriedenheit mit Amazon in Deutschland am größten: bookboon.com eBook-Umfrage

Einen unbedingten Blick wert ist die bookboon eBook Survey, deren Volltext beim Unternehmen angefordert werden kann. Die spannendsten Ergebnisse in Bezug auf Deutschland:

Die Leser sind mit Amazon am zufriedensten

ImageDie Preise stimmen bei Amazon, die Auswahl wird selten kritisiert und kaum jemand hat Probleme, seinen Kindle mit Inhalten zu bestücken. Ganz anders sieht das bei den klassischen Buchhändlern aus, deren Preise zu hoch liegen. Die Probleme, die Leser mit dem Transfer von eBooks auf Nicht-Kindles haben, würde ich intuitiv auf Adobe DRM schieben.

Preise allgemein zu hoch

Prices of eBooks are too high. 38,6% of tablet owners find eBook prices too high.

Allgemein liegen die Preis zu hoch, sagen zumindest diejenige eBook-Leser, die Tablets haben. Immerhin 11,7% der Befragten gehören zu dieser Benutzergruppe. Insgesamt dürfte es sich dabei eher um die Zielgruppe handeln, die Sascha Lobo zu Folge eBooks gleichberechtigt mit Angry Birds nutzen – bei ihnen konkurriert also der Buchinhalt mit jeder App:

Was die Verlage insbesondere nicht begriffen haben, ist, dass sie auf digitalen Geräten konkurrieren mit Angry Birds. Und das kostet 1,49 € oder so, ein Ebook kommt leicht mal mit 16,90 € um die Ecke.

Nur wenige gehören zu beiden Zielgruppen

607f410980b63e70e7983b4c9c5045c6Die andere Zielgruppe (auf die wir auch mit m@artha abzielten), die älteren, technisch weniger versierten und weniger online-affinen eBook-Leser, ist in Deutschland kaum vertreten. Nur 2,6% der Befragten besitzen einen eInk-eReader (also einen Kindle, Nook, Kobo, Sony Reader, Trekstor, Tolino etc.) – und nur 0,3% besitzen beides.

Fazit

Was lernen wir daraus? Der Markt bleibt spannend, aber einige Akteure müssten allmählich aufwachen und anfangen, eine richtige Konkurrenz zu Amazon aufzubauen. Der Tolino ist das sicherlich nicht. Vielleicht ist es aber auch einfach bereits zu spät: Es geht ja auch niemand mehr davon aus, dass Amazon in Sachen Buchcommunitys nach dem Goodreads-Kauf noch einzuholen ist, oder?

Kurzrezension: Literatur und Digitalisierung

Der hübsch ausgestattete Band – bei diesem Preis kein Wunder, s.u. – enthält eine ganze Reihe von Artikeln und Beiträgen, einige davon rein akademischer Natur (und damit irgendwie immer veraltet), andere mit mehr praktischem Schwerpunkt. Denn der Band „richtet sich [auch] an Personen, die beruflich mit Literatur zu tun haben (z.B. Lehrer, Bibliothekare, Buchhändler)“. Leider vermisse ich den Praxisbezug zu oft. Einige Beiträge in „Literatur und Digitalisierung“ passen nicht ganz ins Thema – etwa der Hörbuch-Beitrag meiner ehemaligen Unidozentin Sandra Rühr.

Digitalität trifft Tradition

In den vier Kapiteln Öffentlichkeit und Autorschaft im digitalen Zeitalter, Digitales Publizieren, Lesen im Zeichen des Medienwechsels und Wissenschaft und Archiv versammelt der Band 12 Beiträge. Am Anfang steht ein Vergleich von eBook und Buch – leider nicht immer aktuell, leider nicht immer treffend. Ein Beispiel (S. 15):

In der Praxis orientierten sich die Hersteller in Konzeption und Design der Geräte am Buch und inszenierten eine elektronische Simulation des Buchlesens, die vor allem an folgenden Merkmalen zu erkennen ist: – Das Format der elektronischen Lesegeräte ist einem durchschnittlichen Buch angeglichen. – Der Text ist in Seiten aufgeteilt und paginiert. – Fußnoten oder Anmerkungen werden meistens tatsächlich am Fuße des Texte oder der Seite angezeigt und sind nicht mit der Stelle verlinkt, auf die sie sich beziehen.

Das stimmt so nicht, der Kindle etwa unterteilt in Lesepositionen, was von klassischer Seitengestaltung unabhängig funktioniert – schließlich sind in einem EPUB (oder dem daraus konvertierten MOBI) die Sinneinheiten auch eher Kapitel als Seiten: Meistens sind Abschnitte in separaten XHTML-Dokumenten untergebracht. Verlinkte Fußnoten funktionieren auch sehr gut – abgesehen vom Tolino natürlich, auf dem ich hier wieder herumhacken muss, weil er keine Links kann. Gute Referenzen und zitierwürdig sind die Beiträge zum geänderten Leseverhalten und zur Marktentwicklung. Ich hätte mir zu rechtlichen Rahmenbedingungen aber mehr gewünscht als „es ist schwierig“ – z.B. eine genaue Analyse, was Archive und Bibliotheken bräuchten, um endlich wieder genauso zu funktionieren wie zu analogen Zeiten, oder wie sie sinnvoll durch kommerzielle Dienste ersetzt werden können.

Ist das ein eBook?

Massiv enttäuscht wurde ich von der eBook-Ausgabe. Und da kommen wir zu einem monetären Kritikpunkt: „Literatur und Digitalisierung“ hat einen wirklich wissenschafltichen Verkaufspreis von 99.95 für die Printausgabe, 99.95 für das „eBook“ und 149.95 für das Bundle.
preise Das ist nicht gerade ein Schnäppchen, das man mal eben mitnimmt, und sicherlich auch für kaum eine Schule in der Anschaffung zu rechtfertigen, was dem Klappentext widerspricht. Wer nun überlegt, lediglich die eBook-Ausgabe anzuschaffen, sei gewarnt: Man erhält kein Buch. Also auch kein digitales. Man erhält lediglich Zugang zu einem Online-Viewer einer PDF-Ausgabe und kann sich den Inhalt des Buchs kapitelweise (!) als PDF herunterladen.
Das Buch ist nicht kompliziert aufgebaut und enthält wenige Graphiken, würde sich also für ein ePub durchaus anbieten. Auf Nachfrage beim Support, den ich wegen Login-Problemen beim Zugang zu meinem digitalen Rezensionsexemplar konsultieren musste, erfuhr ich, dass sich DeGruyter allerdings bewusst gegen eine Einzeldatei entschieden habe:

Bitte beachten Sie, dass wir unsere eBooks nicht zum Komplettdownload bzw. als ePub anbieten, sondern vielmehr ein dauerhaftes Nutzungsrecht des Titels über unsere Verlagsplattform De Gruyter Online. […] eBook bezeichnet ein Buch in einem elektronischem Format. Wir stellen unsere elektronischen Bücher im PDF-Format zur Verfügung. Diese PDFs lassen sich auch auf mobilen Endgeräten (Tablets) öffnen und lesen, wir haben keinen eigenen PDF-Viewer auf unserer Seite in Betrieb. Für Wissenschaftsverlage ist die Bereitstellung der Inhalte über Content-Plattformen nicht unüblich, da die Kundschaft größtenteils aus Bibliotheken besteht, die die Inhalte Ihren Nutzern über eben diese Plattformen zur Verfügung stellen, was mit ePubs nicht ohne Weiteres möglich ist.

Ich interpretiere das so: Ich erwerbe den Zugang zu einem PDF, das ich aber nur häppchenweise herunterladen kann. Es steht mir anscheinend frei, diese Schnipsel dann in einer Datei zusammenzuführen, aber das muss ich selbst tun. Ansonsten habe ich ein lebenslanges (?) Nutzungsrecht der Online-Plattform – falls DeGruyter nicht pleite geht und meine Inhalte verschwinden …
Von dieser Form von „eBook“ bin ich doch etwas enttäuscht. Ein klassischer Fall, wo ein pirateriertes eBook komfortabler und ansprechender wäre als das Produkt, das mir der Verlag anbietet. (Ich habe nicht recherchiert, ob man das Buch über einschlägige graue Kanäle bekommt.) Eigentlich schade bei einem inhaltlich zukunftsgewandten Produkt!