Die Buchbranchen-Jobbörse: Ein prominentes Abmahnopfer

Mir fiel es erst eine Woche nach Leander Wattigs Posting auf: Die Jobbörse bei wasmitbuechern.de ist verschwunden. Gestern bloggte dann auch Marcel Weiss darüber, mit den richtigen, deutlichen Worten:

Mit Abmahnung drohen. Auch eine Art, auf Disruptionen zu reagieren.

Leider eine recht verbreitete, sieht man sich an, wie Musik- und Bewegtbild-Industrie auf Streaming und Sharing reagieren. Hier muss endlich etwas passieren, denn die bloße Drohung mit einer Abmahnung reicht, um innovative und „disruptive“ Modelle, die dem User mehr Freiraum, mehr Komfort, mehr Zugang bieten, zu unterbinden. Leander fürchtet nämlich keineswegs Repressalien, nur den Aufwand, sich damit zu befassen:

Rein inhaltlich bzw. rechtlich mache ich mir da wenig Sorgen. Ich habe aber schlicht keine Lust, mich mit sowas auseinanderzusetzen.

Der Gesetzgeber ist gefordert, dem „Abmahnwahn“ Einhalt zu gebieten. Aber wenn die Interessen etwa der Verwerter betroffen sind, mahlen die Mühlen der Legislative eben umso langsamer.

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