Warum wir lieber auf Cat Content statt auf SEO setzen

SEO ist eines der beliebtesten Buzz-Words der letzten Jahre. Womöglich etwas zu Unrecht, weil das Konzept dahinter eigentlich ziemlich wichtig ist, aber der Begriff dann doch sehr inflationär verwendet und die Bedeutung bisweilen überschätzt wird. Andreas Mayhöfer hat zu einer interessanten Blogparade zum Thema SEO aufgerufen und stellt die Frage, ob SEO für Blogs eine Notwendigkeit oder gar Zeitverschwendung ist. Ich versuche mal, selbige für „Alles fließt“ zu beantworten.

Unsere Einstellung zu SEO beim Bloggen

Bild einer Tastatur
Bild: Alexander Klaus / Pixelio.de

Vorab: Das Thema steht bei uns nicht im Mittelpunkt. Wir nehmen es mal mehr, mal weniger wahr, haben unsere Statistiken im Blick und probieren auch gerne Sachen aus – das war zuletzt in größerem Umfang der Fall, als bei meiner Online-Marketing-Manager-Weiterbildung das Kapitel SEO dran war. Unser Ziel geht zwar in die Richtug möglichst viele Leser, aber unser Fokus liegt auf der Qualität der Artikel. Und es ist uns eigentlich immer wichtiger, Gehör zu finden und Feedback zu unseren Artikeln zu bekommen als einen besonders optimierten Artikel zu schreiben.

SEO-Tools, die wir verwenden

Was tun wir konkret? Wir haben diverse Sharing-Buttons und sorgen dafür, dass thematisch passende Artikel unter dem Artikel angezeigt werden. Wir haben ein, zwei Geschwindigkeitstools (z.B. Super Cache), die von selbst laufen. Wir bemühen uns, Fotos vor dem Upload bezüglich ihrer Größe zu optimieren und sie möglichst umfassend und eindeutig zu kategorisieren – allerdings ist das leider etwas, das wir beide oft vernachlässigen, wenn wir nicht so viel Zeit haben.

Wie wir unseren Content behandeln

Unseren Content optimieren wir nur in Hinblick auf die inhaltliche Qualität. Ich habe noch nie darüber nachgedacht, ein Wort öfter in einem Artikel zu verwenden als ich es getan hätte, um den entsprechenden Suchbegriff zu verstärken. Und so aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass Dennis das auch noch nie gemacht hat. Bei Überschriften achten wir darauf, dass sie griffig sind und Spannung erzeugen – wenn sie dann wirklich SEO-optimiert sind, ist das eine schöne Abwechslung, denn ganz viele sind es nicht oder nur ein bisschen. Das hat mit dem oben beschriebenen Anspruch zu tun, dass wir Content liefern, von dem wir selbst überzeugt sind – denn nur den können wir guten Gewissens teilen. Dazu gehört, dass er allgemein weboptimiert (Stichworte: kurze Absätze, Bilder) und gut geschrieben ist, aber wir haben uns noch nie hingesetzt und Wörter gezählt. Würde sich aus meiner Sicht auch einfach nicht richtig anfühlen.

Wie wir unser Blog behandeln

Wir stärken unser Blog SEO-technisch natürlich indirekt, indem wir es allgemein pushen, wo es möglich ist. Konkret heißt das,

  • wir erzählen neuen Bekanntschaften davon,
  • wir teilen unsere Artikel in Sozialen Netzwerken (hauptsächlich Facebook und Twitter),
  • wir legen Wert auf Interaktivität (z.B. mit den Umfragen),
  • wir haben unsere Backlinks im Blick (Stichworte: Teilnahme an Blogparaden, Veranstalten von Blogparaden, Kommentare in fremden Blogs hinterlassen) und
  • wir werten regelmäßig unsere Statistiken aus und prüfen, welche Art von Artikeln Anklang findet.

Das fällt für mich aber alles nicht unter SEO im eigentlichen Sinn, weil es kein größeres Konzept gibt a la „wir möchten auf Seite 1 bei Google unter dem Stichwort ebooks deutschland auftauchen“. Weil das, wie oben beschrieben, nicht unser Anspruch ist – uns geht es hier einerseits um die Möglichkeit der Meinungsäußerung und des Meinungsaustausches und zum anderen ums persönliche Renommee.

SEO-Facts von „Alles fließt“

Ein paar unserer Artikel sind aber doch – ungeplanterweise – zu „SEO-Rennern“ geworden – das sehen wir in unserer Übersicht, mit welchen Suchbegriffen die Leser auf unsere Seite kommen. Bei Suchbegriffen von Menschen, die nicht direkt nach „Alles fließt“, „Dennis Schmolk“ oder „Hanna Hartberger“ suchen, sind ganz weit oben:

Der Vollständigkeit halber sollte man noch erwähnen, dass je nach Definition bereits unser Blogname für viele Nutzer eine Fehlsuche zu unseren Gunsten ist, da wir den Aphorismus beim Philosophen Heraklit geborgt haben. Aber wir sind überzeugt, dass Google mittlerweile herausgefunden hat, dass wir keine getarnten Philosophen sind. (Sieht man von Dennis Redakteurstätigkeit für die Gesellschaft für Kritische Philosophie ab.)

4 Gedanken zu „Warum wir lieber auf Cat Content statt auf SEO setzen“

  1. Hallo Hanna,

    vielen Dank für die Teilnahme an der Blogparade. 🙂

    Ich denke auch, dass das Augenmerk auf die Qualität der Artikel liegen sollte.

    Vieles(nicht alles)kommt dann mit der Zeit von ganz alleine.

    LG Andy

    PS: Ich sende euch gleich den Xovi-Report zu.

  2. Hallo Andy,

    wir haben zu danken, du hast dir ein sehr spannendes Thema für eine Blogparade ausgedacht!

    Ich habe dir gerade eine Mail geschrieben.

    Viele Grüße
    Hanna

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